Der heilige Florian
- Oberösterreichs neuer Landespatron
Am
4. Mai 2004 jährt sich der Todestag des heiligen Florian zum 1700.
Mal. Das Land Oberösterreich, die katholische Kirche und der Landes-Feuerwehrverband
nehmen das zum Anlass, den einzig namentlich bekannten und historisch
fassbaren Märtyrer Österreichs aus römischer Zeit in besonderer
Weise zu ehren.
Er ist der Schutzheilige der Feuerwehren und vieler
anderer Berufsgruppen (Rauchfangkehrer, Bierbrauer, Hafner, Schmiede,
Töpfer, Binder). Seine Geistes- und Glaubenshaltung ist beispielgebend.
Auch in schwierigen Zeiten zu seiner Überzeugung zu stehen, Zivilcourage
zu zeigen, Freunden in der Not beizustehen: Das sind die Eigen-schaften,
die den heiligen Florian auch viele Jahrhunderte nach seinem gewaltsamen
Tod im Ennsfluss Vorbild für uns heutige Menschen sein lassen.
Die Ernennung des heiligen Florian zum zweiten offiziellen
Schutzpatron des Landes Oberösterreich, neben dem heiligen Leopold,
ist Höhepunkt des Florianjahres 2004. Das Motto „entflammt“
steht über einer Reihe von kulturellen Veranstaltungen und Aktionen
des Landes Oberösterreich, der katholischen Kirche und der Feuerwehren.
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Eine gefährliche Zeit
Die
Beschäftigung mit der Person des hl. Florian führt in die Zeit
um 300 n. Chr. und zu den Anfängen des Christentums in Österreich.
Im 3. Jahrhundert steckte das Römische Reich in einer schweren, existenzbedrohenden
Krise, deren Folgen eine allgemei-ne Verarmung weiter Bevölkerungsteile
und eine ständig steigende Inflation waren. Es war im besonderen
Kaiser Diocletian (284–305), der die allmählich einsetzenden
Re-formen, die alle Bereiche des Lebens erfassten, zu einem Abschluss
brachte. Diocletian schuf auf diese Weise den bürokratisch straff
organisierten absolutistischen Zwangsstaat der Spätantike.
Unter der Herrschaft Diocletians kam es ab 303 auch
zur größten und schwersten Christenverfolgung der Antike. Dabei
befahl Diocletian die Zerstörung der christlichen Kirchen, die Auslieferung
der christlichen Bücher und die Entfernung aller Christen aus dem
Staatsdienst. Ebenso sollten die Angehörigen des Klerus eingesperrt
und zum Opfer gezwungen werden. Der vierte Erlass vom Februar oder März
304 wandte sich dann gegen alle gläubigen Christen: er verordnete
Bittopfer an die Götter. Wer das verlangte Opfer verweigerte, dem
drohten Folter und Bergwerksarbeit oder Hinrich-tung. Einer der Opfer
dieser Verfolgung war Florian. Er ist der einzige namentlich be-kannte
und historisch fassbare Martyrer Österreichs aus frühchristlicher
Zeit.
Biographisches zu Florian
Florian war einst ein hoher, leitender Beamter der römischen
Zivilverwaltung in der Pro-vinz Ufernoricum. Diese Provinz umfasste das
Gebiet zwischen Donau und Alpenhaupt-kamm, Wienerwald und Inn. Hauptstadt
der Provinz, und möglicher Arbeitsplatz Flori-ans, war Ovilava –
das heutige Wels in Oberösterreich. Als der einstige Vorgesetzte
Flo-rians, der römische Statthalter Aquilinus, ins Militärlager
nach Lauriacum (Enns) kam, um dort gemäß den Anordnungen Kaiser
Diocletians Christen aufzuspüren und einzu-kerkern, verließ
der inzwischen pensionierte Florian seinen Wohnsitz in Cetium (St. Pöl-ten),
um den Gefangenen zu helfen. Angekommen in Lauriacum (Enns), gab sich
Flori-an selbst als Christ zu erkennen. Er wurde verhaftet, stand aber
trotz grausamer Folte-rungen zu seiner christlichen Überzeugung und
starb am 4. Mai des Jahres 304 n. Chr. den Märtyrertod. Mit einem
Stein um den Hals wurde er in den Enns-Fluss gestürzt und ertränkt.
Seit Jahrhunderten wird im nahe gelegenen Augustiner Chorherrenstift St.
Flo-rian bei Linz an der vermeintlichen Stelle des Floriangrabes das Vermächtnis
des Heili-gen und seine Verehrung gepflegt.
Von St. Florian aus verbreitete sich die Verehrung des
Heiligen nach Deutschland, Italien, Slowenien und Polen.
Seit 1971 ist der heilige Florian Hauptpatron der Diözese
Linz, ab 2004 Landespatron von Oberösterreich.
Ein bedeutendes Lebensbeispiel bis heute
Die Botschaft des heiligen Florian für uns Menschen
heute könnte so lauten:
Das Leben in den Spuren Jesu ist nicht immer bequem, mitunter kann es
sogar Mühe bereiten und sperrig sein. Zugleich aber ist solch ein
Leben menschlicher, reicher und erfüllter.
Der Glaube an Jesus und seinen Gott vermag den eigenen
Horizont und das Herz zu wei-ten. Er ermutigt und befähigt, andere
und anderes in den Blick zu nehmen und sich da-für einzusetzen.
Am Ende des Lebens wird sich zeigen: Du wirst nicht
untergehen, weil Du Dich von Je-sus und seiner Sache hast entflammen lassen.
Dem Text liegen Beiträge von Reinhardt
Harreither und Stefan Schlager für
die Broschüre „Florian – Christ und Märtyrer“,
Linz 2004, zugrunde.
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Der heilige Florian zählt zu den bekanntesten und
beliebtesten Persönlichkeiten in un-serem Land. Er ist Patron der
Diözese Linz, des Landes Oberösterreich und der Feuerwehr. Er
wird beispielsweise auch in Deutschland, Böhmen und Mähren,
Polen, Slowe-nien oder Friaul verehrt.
Der Todestag dieses Heiligen jährt sich im Jahr
2004 zum 1.700-sten Mal. Aus diesem Grund soll Florian - seine Geistes-
und Glaubenshaltung - für die Menschen (in Ober-österreich)
neu zugänglich gemacht werden. Unter dem Motto „entflammt“
stehen ei-ne Reihe von kulturellen Veranstaltungen und Aktionen der katholischen
Kirche, des Landes Oberösterreich und der Feuerwehren.
Warum
das Motto „entflammt“
An
Florian zeigt sich sehr gut, für wen, wofür und auf welche Art
ein Mensch „ent-flammen“ kann.
Florian lebte in einer gefährlichen Zeit den „neuen,
anderen Weg“ der Christen. Sein Festhalten an diesem neuen, anderen
Weg hing wohl damit zusammen, dass mit die-sem Weg ein Leben in neuer
Qualität verbunden war: Zuwendung statt „Macht-Haberei“,
Anteilnahme statt Gleichgültigkeit, Gemeinschaft statt Einsamkeit.
Auf den Spuren Jesu erfuhr er einen Glauben, der den Menschen neu und
„größer“ machte, einen neuen Zugang zu den Mitmenschen,
zum Leben – und zu Gott !- eröffnete.
Florian war in einer bewegten Zeit entflammt für
Christus und seine Botschaft. Es gab damals ein großes Interesse
an verschiedenen religiösen Wegen. Viele hatten Sehn-sucht nach Erlösung
und den Wunsch nach Orientierung. Den Glauben als tragfähige Hilfe
und belebende Perspektive in unübersichtlichen Zeiten zu entdecken
und zu le-ben – auch das können wir von Florian lernen.
So wichtig das Lebensbeispiel und das Glaubenszeugnis
einer Person ist, es soll doch nicht übersehen werden, dass ohne
Gemeinschaft das „Feuer des neuen Glaubens“ nicht halten würde.
Die 40 Märtyrer von Lorch zeigen, wie bedeutend für Florian
die Gemeinschaft der Glaubenden war.
Florian – sein Name bedeutet der Blühende
– trug also dazu bei, das Christentum „zum Blühen“
zu bringen. Er brachte das Christentum deshalb zum Blühen bzw. zum
Glühen, weil er es lebte. Florian handelte dabei aber ganz anders,
als das nach ihm benannte Prinzip es vermuten lässt. Er sicherte
- mit Blick auf Christus - gerade nicht das Seine, sondern setzte sich
für andere ein, öffnete sich. Er riskierte das Eigene zum Nutzen
anderer. Und er blieb in der Bedrohung dem treu, was ihn in seinem Le-ben
getragen und geprägt hat. Er rückt auch angesichts des Todes
nicht von seinem Glauben an Jesus Christus und seinen Gott ab. Es wäre
daher an der Zeit, das sprich-wörtlich gewordene - aber falsch verstandene
- „Florianiprinzip“ neu zu definieren, und dabei wirklich
Maß an Florian zu nehmen.
Stefan Schlager
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Während der Regierungszeit der Kaiser Diokletian
und Maximian wurde wieder eine Christenverfolgung angeordnet. Die Christen
bewährten sich in den verschiedenen Bedrängnissen und nahmen
die von den Tyrannen verhängten Martern in Gott erge-bener Gesinnung
auf sich. So erhielten sie Anteil an den Verheißungen Christi.
Manche Christen aber flohen in die Berge oder versteckten
sich in Felsenhöhlen und entgingen so in ihrem irdischen Leben den
bösen Strafen. Die Christen in den Städten aber wurden von diesen
durch und durch schlechten Herrschern bis aufs Blut gequält und so
erlangten sie ihre Vollendung im Herrn Jesus Christus. Heiliges Leben
und Glaube wetteiferten miteinander und durch Ausdauer erlangten die Kämpfer
die Kro-ne. Dieser Sieg aber führt zum ewigen Leben. Damals fochten
die gottlosen Richter auf Befehl der Kaiser einen sinnlosen Kampf. Die
Kämpfer Christi jedoch setzten ihre ganze Kraft ein und besiegten
so den unsinnigen Aufwand ihrer Verfolger. Es siegte der verehrte Glaube.
In jenen Tagen kam der Befehl der gotteslästerlichen
Fürsten nun auch in die Provinz Ufernorikum. Statthalter war Aquilinus.
Er begab sich in das Lager Lauriacum und be-gann sogleich energisch die
Christen aufzuspüren. Vierzig dieser Heiligen wurden auf-gegriffen,
langdauernden Folterqualen ausgesetzt und in den Kerker geworfen.
Der ehemalige Kanzleivorstand des Statthalters, der
heilige Florian, kam freudig den Gläubigen zu Hilfe. Als er nämlich
in seinem Wohnort bei der Stadt Cetium (St. Pölten) von den Ereignissen
in Lorch gehört hatte, sagte er zu den Seinen: “Ich muss zum
Statthalter nach Lauriacum gehen und dort viele Martern für den Namen
Christi auf mich nehmen“. Dann verabschiedete er sich von den Seinen
und machte sich auf den Weg.
Als Florian in die Nähe von Lauriacum gekommen
war, betrat er die Brücke, die dort über den Fluss führt.
Da begegnete er ehemaligen Militärkameraden, die auf Befehl des Statthalters
unterwegs waren. Als er sie fragte, was sie vorhätten, antworteten
sie ihm: “Hast du nicht von den Erlässen der Kaiser gehört,
die an den Statthalter ge-langt sind und die befehlen, dass alle Leute
den Göttern Opfer darbringen müssen. Wer das nicht tun will,
soll durch verschiedene Quälerein umkommen.“ Als der heilige
Florian dies hörte, sagte er: “Brüder und Kameraden, was
sucht ihr noch nach ande-ren? Auch ich bin ein Christ. Geht zum Statthalter
und meldet ihm, dass ich Christ bin und dass ich hier bin“.
Die Soldaten nahmen ihn fest und führten ihn zum
Statthalter. Dabei sagten sie: “Wa-rum sollen wir nach anderen Christen
suchen, wenn sich unser Kanzleivorstand Florian als Christ bekennt“?
Der Statthalter sagte: “Florian, was erzählt
man da von dir? Komm, opfere den Göt-tern, wie dies ich und deine
Kameraden tun und du wirst mit uns am Leben bleiben und nicht wie die
Verächter der Götter nach den Befehlen der Kaiser bestraft“.
Der heilige Florian gab zur Antwort: “Das werde ich nicht tun. Du
aber handle nach deiner Vorschrift“.
Da wurde der Statthalter zornig und befahl, Gewalt gegen
Florian anzuwenden, damit er, wenn auch widerwillig, den Göttern
opfere. Der heilige Florian aber erhob seine Stimme zum Herrn und sprach:
“Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft und dich kann ich nicht
verleugnen, sondern dir diene ich und dir bringe ich das Lobopfer dar.
Deine Rechte beschütze mich, denn dein Name wird gepriesen im Himmel
und auf der Erde. Herr, gib mir Kraft durchzuhalten und nimm mich unter
deine heiligen Streiter auf, die schon vor mir deinen heiligen Namen bekannt
haben. Bekleide mich, Herr, mit dem glänzenden Gewand deiner Macht
und stärke mich in deinem heiligen Geist. Lass nicht zu, dass ich
vom Teufel überwältigt werde, sondern sei mir Führer auf
dem Weg deiner machtvollen Gerechtigkeit, dass ich dich preisen und dir
ein Loblied singen kann. Du bist gepriesen in Ewigkeit. Amen“.
Als aber der Statthalter Aquilinus dies hörte,
verhöhnte er ihn und sprach: “Was re-dest du da für törichtes
Zeug und vespottest die Befehle der Herrscher? Opfere den Göttern“!
Der heilige Florian erwiderte: “Als ich noch irdischen
Kriegsdienst versah, habe ich schon im Geheimen meinen Gott verehrt. Schon
dort konnte der Teufel von mir nicht Besitz ergreifen. Du hast zwar Gewalt
über meinen Körper, aber meine Seele kannst du nicht anrühren.
Herr über sie ist nur Gott. Bis heute habe ich den Befehlen der Richter
Folge geleistet. Ich habe gehorcht, wie es sich für einen Soldaten
gehört. Zu einem Opfer an die Dämonen aber kann mich niemand
überreden. Das hilft ihnen oh-nedies nichts. Wahngebilde bete ich
nicht an“.
Da geriet der Statthalter in Wut und befahl ihn mit
Prügeln zu schlagen. Der heilige Florian aber sagte: “Tobe
nur, soweit du Macht über meinen Körper hast. Das habe ich dir
schon zugestanden. Wenn du aber wissen willst, dass ich deine Folter nicht
fürch-te, so zünde einen Scheiterhaufen an und im Namen meines
Gottes steige ich hinauf“. Die Soldaten aber begannen ihn wieder
zu schlagen. Der Statthalter aber redete wei-terhin auf ihn ein: “Opfere,
Florian, und kaufe dich los von der Folter“. Der heilige Flo-rian
erwiderte: “Ich bringe bald meinem Herrn Jesus Christus eine wahres
Opfer dar. Er hat mich gewürdigt, dass ich diese Stunde erleben darf
und er hat mich in jene Hochstimmung versetzt, in der ich mich nun befinde“.
Während dieser Worte ließ der Statthalter den heiligen Mann
nochmals schlagen. Der heilige Florian aber sang mit froher Miene Loblieder
so, als ob er sich in einem Zustand von Freude und großer Fröhlichkeit
befände. Da befahl der Statthalter, mit spitzen Eisen seine Schulter¬blätter
zu brechen. Daraufhin lobte der heilige Florian Gott noch mehr und bekannte,
dass er immer Christ sein werde.
Der Statthalter geriet völlig außer Fassung,
fühlte sich in allen Punkten besiegt und sprach über Florian
das Todesurteil. Er befahl, ihn zum Ennsfluß zu führen und
dort von der Brücke hinabzustürzen. Es war der 4.Mai. Nachdem
der heilige Florian den Urteilsspruch vernommen hatte, ging er voll Freude
zum ewigen Leben, das der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.
Mit heiterer Miene schritt er dahin, als ob er zum Bad geführt würde.
Sie kamen zu der Stelle, wo sie ihn hinunterstürzen sollten. Dort
banden sie einen großen Stein an seinen Hals. Florian aber bat die
Soldaten der Es-korte, sie möchten ihm ein Gebet zu Gott erlauben.
Aufrecht stehend wandte sich der heilige Florian nach Osten, streckte
seine Hände zum Himmel aus und begann zu sprechen: “Herr Jesus
Christus, nimm meine Seele entgegen....“. Er betete ungefähr
eine Stunde lang. Die Soldaten erfasste Ehrfurcht und sie scheuten sich,
ihn anzurüh-ren. Da kam ein wütender junger Mann herbei und
schrie sie an: “Was steht ihr da und führt den Befehl des Statthalters
nicht aus“? Während er dies sagte, stieß er Flo-rian
von der Brücke in den Fluss. Florians Augen brachen. Alle Umstehenden
konnten es sehen.
Der Fluss nahm den Märtyrer Christi auf, erschrak
aber und die hochgehenden Wellen legten seinen Leichnam an einem herausragenden
Uferfelsen ab. Da kam auf Gottes Geheiß ein Adler und beschützte
den Leichnam mit seinen kreuzförmig ausgespannten Schwingen.
Dann offenbarte sich der heilige Florian einer tiefgläubigen
Frau, damit sie ihn an ei-nem geheimen Ort in der Erde bestatte. Mit genauen
Angaben bezeichnete er ihr die Stelle, wo sie ihn auffinden könnte
und auch, wo sie ihn begraben sollte. Nachdem die Frau diese Vision erhalten
hatte, spannte sie Zugtiere ein und fuhr rasch zum Fluss.
Aus Furcht vor den Heiden deckte sie den Leichnam mit
Sträuchern und Laubwerk zu. Dadurch erweckte sie den Anschein, sie
wolle den Zaun ihres kleinen Gartens ausbes-sern. Auf dem Weg zur bezeichneten
Grabstelle ermatteten die Tiere unter den star-ken Sonnenstrahlen. Sie
blieben stehen und konnten einfach nicht mehr weiter. In ihrer Not betete
die Frau zum Herrn, er möge ihr in seiner göttlichen Barmherzigkeit
zu Hilfe kommen. Sogleich entsprang an dieser Stelle eine ergiebige Quelle.
Als Be-weis dafür fließt sie bis zum heutigen Tag. Die Zugtiere
tranken aus der Quelle und gestärkt zogen sie weiter bis zu dem Punkt,
den der heilige Florian der Frau angezeigt hatte. Dort machten sie halt.
Wegen der immer noch drohenden großen Gefahr legte sie den Leichnam
in aller Eile in ein Erdgrab.
An dieser Stelle geschehen viele Heilungen durch die
Gnade, die Gott dem heiligen Florian verliehen hat. Dämonen werden
ausgetrieben, Fieberkranke werden gesund und alle Schwachen, die mit festem
Glauben gehofft haben, erlangen die Barmherzig¬keit Gottes.
Die eingangs erwähnten 40 Bekenner sind während
der geschilderten Ereignisse im Kerker umgekommen.
Die ist geschehen in Lorch in Ufernorikum in den
Tagen der Christenfeinde Diokletian und Maximian. Statthalter war Aquilinus
gewesen. Regiert aber hat unser Herr Jesus Christus. Ihm gebührt
Ehre und Ruhm in Ewigkeit. Amen.
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